Sehenswürdigkeiten in Darmstadt 
Sehenswürdigkeiten in Darmstadt

Sehenswürdigkeiten in Darmstadt


Schlossmuseum, Residenzschloss Darmstadt

Eine Sage erzählt, Umstadt hieß früher einmal Dummstadt und Darmstadt hieß Armstadt. Weil aber beide nicht mit dem Namen zufrieden waren, gab Dummstadt das D ab und so wurde aus Armstadt Darmstadt und aus Dummstadt Umstadt. Ein Narr hatte die Idee und unterbreitete sie dem Landgrafen. Dieser nahm die Idee an. So war beiden Städten geholfen. Aus Darmstadt stammen berühmte Leute. So wären zum Beispiel der Dichter Georg Büchner und der Chemiker Justus Liebig zu nennen. Georg Büchner besuchte die alte Lateinschule hinter der Stadtkirche. Eine Tafel ist aufgehangen worden, die daran erinnert. Auch seine Schwester Luise schrieb Bücher. Für sie ist aber keine Erinnerung in Darmstadt. Sie setzte sich auf für die Rechte von Frauen und Mädchen ein. Große Teile der Innenstadt von Darmstadt wurden im 2. Weltkrieg zerstört. Das Schloss aber gibt es noch heute. Ursprünglich war es eine Wasserburg. Es gehörte den Herren Katzenelnbogen. Die Darmstädter Fürsten bauten es zu einer großen Renaissance- und Barockanlage aus. Studenten halten in einigen der Räume ihre Seminare ab. Einige Büros von der Polizei befinden sich im Schloss. Die Stauten der Landgrafen stehen im Hof und so ist ein Stück von der alten Herrlichkeit erhalten geblieben. Auch das Schlossmuseum zeugt davon. Nur mit einer Führung darf es besucht werden. Sie dauert etwa eine Stunde. Der Eingang ist beim Glockenhof. Hier befindet sich eines der ältesten Glockenspiele Deutschlands. Das Museum zeigt Gemälde, Möbel, Geschirr, Kleider, Orden und Uniformen. Unterschiedliche Kutschen und Pferdegeschirr ist ebenfalls ausgestellt. Der Darmstädter Verkehrsverein bietet individuelle Führungen durch die Stadt an, besonders auch für Familien oder Schulklassen.


Eissporthalle

Von September bis März ist die Eissporthalle in Darmstadt geöffnet. Ob Anfänger oder Könner, ob Groß oder Klein, hier kommen alle auf ihre Kosten. Die Eisfläche ist groß und bietet Platz für viele Eisläufer. Freitags und samstags findet hier eine Disco statt. Sonntags wird eine Kinderdisco veranstaltet. Die Eissporthalle bietet auch einen Schlittschuhverleih und bei den eigenen Schlittschuhen können die Kufen geschärft werden. Geburtstagskinder haben gegen Vorlage des Ausweises am Geburtstag freien Eintritt. Der Verein RSC Darmstadt führt hier viele Turniere aus. Aber er bietet nicht nur Eishockey an, sondern hier kann man Rollhockey, Rollkunstlauf, Inlinehockey und Breitensport betreiben. Der Roll- und Schlittschuh Club Darmstadt wurde 1948 gegründet. Im Jahre 2008 wurde das 60-jährige Bestehen gefeiert. Besonders engagiert sich der Verein für die Jugend. In jeder Sparte des Vereins wird viel Jugendarbeit geleistet. Lange Tradition hat das Heinerfest. Es ist seit 1968 ein internationales Turnier. Außerdem organisiert der Verein Kinderfeste und Faschingsparties. Seit 2005 wird der RSC durch einen Förderverein unterstützt. Der Vorsitzende ist Karl Leyer. Rollhockey ist ein Mannschaftssport. Es ist eine sehr schnelle Sportart. Sie wurde in England erfunden. Die Spieler stehen auf klassische Rollschuhe, keine Inliner. Es sind 2 Teams mit 4 Spielern und einem Torwart. Wer die meisten Tore schießt, hat gewonnen. Das Spielfeld ist klein. Der RSC trainiert Kinder ab 4 Jahren in diesem Sport. Seit 2010 bietet die Eissporthalle in Darmstadt auch eine ganz besondere Attraktion an. Besucher können einen Blick hinter die Kulissen der Eishalle werfen. Es wird 1 Mal im Monat angeboten und dauert ca. 20 Minuten. Die Eissporthalle kann auch für private oder öffentliche Veranstaltungen gemietet werden. Hier können Messen, Hochzeiten, Flohmärkte, Konzerte oder viele andere Veranstaltungen stattfinden. Gerade im Sommer ist dies eine interessante Alternative. Tische und Stühle können ebenfalls für diese Events ausgeliehen werden. Eine kleine Bar versorgt die Gäste während der Eislaufzeit mit Essen und Trinken.


Kinder- und Jugendfarm

In Hessen ist die Kinder- und Jugendfarm die Einzige. Sie liegt in Darmstadt - Arheiligen. Kinder haben hier die Möglichkeit, ihre Freizeit zu verbringen. Hier können sie sich um die Tiere kümmern. Rund 50 Tiere leben hier. Es gibt Hasen, Schafe, Ponys, Esel, Hühner, Meerschweinchen, eine Katzenfamilie, ein Frettchen und Ziegen. In einer Voliere leben die unterschiedlichsten Vögel. Zu jeder Zeit gibt es hier etwas zu tun. Seit 2010 wohnen hier auch 5 Seidenhühner. Es befinden sich Koppeln, Schafsweiden, ein Feuchtbiotop, ein Garten mit Fühl- und Tastpfad und ein Spielplatz hier. Die Kinder- und Jugendfarm ist Mitglied beim Bund der Jugendfarmen und Aktivspielplätzen e. V. Der Vorsitzende ist Holger Hoffmann. Es ist der bundesweite Dach- und Fachverband. Er besteht aus 150 eigenständige Einrichtungen. Die Aufgaben, die sich der Verband stellt, sind Einrichtungen für Kinder zu schaffen, abzusichern und zu betreiben. Der Verein Kinder- und Jugendfarm in Darmstadt wurde im Jahr 1993 gegründet. Die ersten Tiere waren am Steckbornweg beheimatet. In den Jahren 1995 bis 1996 zogen sie auf die Marienhöhe. Das Gelände am Kranichhain wurde von dem Verein 1996 gepachtet. Die Farm wurde immer weiter aufgebaut. Der Bauantrag für das Farmhaus wurde 1998 gestellt. Die Kinder- und Jugendfarm erhielt immer mehr Unterstützung durch die Stadt. Auch die Firma Robin Hood unterstützt die Farm mit Futterspenden und eröffnet neue Perspektiven für die Farm. Im Jahr finden die unterschiedlichsten Feste statt. Zu nennen sind hier das Faschingsfest und das Schafschurfest. Natürlich findet auch zu Halloween, Nikolaus und Weihnachten Veranstaltungen statt. In den Osterferien und den Sommerferien werden unterschiedliche Aktionen geplant. Die Kinder werden von 2 Betreuerinnen beaufsichtigt. Mitglieder des Vereins haben freien Eintritt.


Russische Kapelle, Ausstellungsgebäude, Museum Künstlerkolonie und Hochzeitsturm Mathildenhöhe

Auf der Mathildenhöhe steht Darmstadts zweites Wahrzeichen. Es ist der 48,5 Meter hohe Hochzeitsturm.1908 wurde er zur Vermählung von Großherzog Ernst Ludwig mit Leonore von den Bürgern gestiftet. Leonore war eine Bürgerliche. Die eigenwillige Gestaltung des Daches hatte der Herzog selbst. Es sieht aus wie eine Hand mit gehobenen Fingern. Es ist damit gemeint, dass der Herrscher seine Hand schützend über die Stadt hält. Heute kann der Turm besichtigt werden. Die Aussicht von hier oben ist fantastisch. Auch heute noch fahren Paare mit Fahrstuhl auf den Turm, die sich im Hochzeitszimmer das Jawort geben. Die Russische Kapelle auf der Mathildenhöhe hat auch mit einer Hochzeit zu tun. Anlässlich der Hochzeit der Darmstädter Prinzessin mit Zar Nikolaus II. wurde sie von einem Petersburger Architekten entworfen und gebaut. Zu Ehren der Landgräfin Mathilde wurde ein Park angelegt. Ernst Ludwig macht ihn zu einer Künstlerkolonie des Jugendstils. Die Künstler hier waren jung und wollten Neues schaffen. Sie wollten sich vom alten und Überholten absetzen. Um 1900 wurde auf der Mathildenhöhe weiter gebaut. Künstlerateliers und die große Ausstellungshalle wurden von berühmten Architekten dieser Zeit entworfen. Es wurde alles einheitlich gestaltet. Die Innenräume, die Möbel, die Brunnen und die Skulpturen im Park passen vortrefflich zusammen. Sehr berühmt ist auch die Waldspirale. Sie wurde von dem österreichischen Künstler Friedensreich Hundertwasser entworfen. So entstand in Darmstadt in den letzten Jahren ein bunter hufeisenförmiger Wohnkomplex. Hier gibt es bunte Säulen, Kugeln, goldene Kuppeln, ein begehbares Grasdach, einen Wasserfall, einen Bach und einen Kinderspielplatz. Das Hundertwasserhaus ist auf jeden Fall sehenswert.


Jagdmuseum Jagdschloss Kranichstein

Auf das Schloss Zog sich der Landgraf Ludwig VIII. zurück, wenn er jagen wollte. Dort war alles, was er brauchte. Ein schönes Schloss aus dem 16. Jahrhundert, ein großes Haus für Waffen, einen Teich mit Seerosen, ausgedehnte Wälder, einen weitläufigen Hirschgarten und eine Fasanerie gehörten zu dem Anwesen. Die Damen hatten die Möglichkeit, aus der Ferne dem Jagdtreiben zuzuschauen. Im Rondellsaal des Schlosses war ein extra dafür angefertigter Aussichtsposten. Heute ist das Schloss ein Jagdmuseum. Hier sind viele Trophäen ausgestellt. Außerdem hat das Museum die größte Wildbüchsensammlung der Welt. Hinter dem Schloss beginnt ein Jagdlehrpfad. Er führt bis in das Wildschutzgebiet Kranichstein. Überall sind Schautafeln angebracht, die über die Tiere informieren, die hier leben. Mit ein wenig Glück kann der Wanderer einige von ihnen sehen. Das Schloss wurde 1578 für den Landgrafen Georg I. von Hessen-Darmstadt errichtet. Es ist einer der wenig erhaltenen barocken Jägerhöfe von Deutschland. Heute ist hier ein Jagdmuseum und ein Hotel mit Restaurant untergebracht. 1917 brachte der Großherzog Ernst Ludwig alle seine Jagdsachen hierher. Das ist der Grundstein für das Museum. Nach dem 2. Weltkrieg kaufte die Stiftung Hessischer Jägerhof das Anwesen. 1952 wurde das Museum mit dem Schwerpunkt Barock eröffnet. In den Jahren 1988 bis 1996 wurde es umfassend renoviert. Sehenswert sind auch der Marstall und die Schlosskapelle. Der Marstall befindet sich in der Parterre im Ostflügel. Heute wird er als Saal für Konzerte und Veranstaltungen genutzt. Die Schlosskapelle hat eine sehr dekorative Stuckdecke. Die 2 Emporen aus Holz sind mit Gemälden verziert. Es finden regelmäßige Führungen durch das Schloss und den Park statt. Das Hotel hat 15 Zimmer. An dem Restaurant befindet sich eine Gartenterrasse.


Hessisches Landesmuseum

Das Hessische Landesmuseum hat viele kostbare Stücke. Darunter sind Römerfunde, mittelalterliche Gemälde und Skulpturen und Malerei der Moderne. Eine wichtige Sammlung sind die Objekte aus Fett und Filz von Josef Beuys. Beuys wird von einigen hoch gelobt und von anderen vehement abgelehnt. In der naturkundlichen Abteilung wird der Lebensraum der Lebewesen naturgetreu gestaltet. Es gibt hier eine Mineralien- und eine Gesteinssammlung. Sie hat auch einen begehbaren Edelstein. Die Informationen sind auf Augenhöhe von Kindern angebracht. Sie können durch Gucklöcher abgefragt werden. Das macht nicht nur den Kindern Spaß. Die Platten aus Ölschieferstein gehören zu den wertvollsten Beständen des Museums. Sie stammen aus dem Ausgrabungsort Messel in der Nähe. Abdrücke von Lebewesen, die 50 Millionen Jahre alt sind sind hier vorhanden. Zu den berühmtesten Stücken gehört das Urpferdchen. Es ist schwanger und man kann von dem Jungen das Köpfchen und die Beine erkennen. Die Figur des keltischen Fürsten ist 1997 beim Glauberg in der Wetterau geborgen worden. Es war eine Sensation. Es begann ein Streit um die lebensgroße Figur. Doch das Darmstädter Museum erhielt den Zuschlag. Im Museum finden viele Aktionen für Kinder statt. Im Staatsarchiv Darmstadt wird unter fachkundiger Leitung Schüler in das Abenteuer des Studiums mit historischen Originalen eingeführt. Hinter dem Museum befindet sich ein Spielplatz. Auch der Herrengarten liegt dort und lädt zum Spazierengehen ein. Er ist die größte und älteste Grünanlage in der Innenstadt von Darmstadt. Früher war er ein Schlosspark und ist heute mit dem Prinz-Georg-Garten zusammen gewachsen. In der Orangerie im Stadtteil Bessungen stammten die Orangenbäume aus Sizilien. Heute finden hier Kulturveranstaltungen statt.


Volkssternwarte

Ferne Planeten und Gestirne beobachten, Informationen darüber erhalten und mit Experten sprechen. All das ist hier möglich. Der Blick durch das große Fernrohr ermöglicht Einblicke in fremde Welten. Die Sternwarte wird betrieben von dem gemeinnützigen Verein Volkssternwarte Darmstadt e. V. Sie wollen das Interesse der Öffentlichkeit an Astrologie und Raumfahrt fördern. Der Verein wurde 1969 gegründet. Sehenswert ist der Planetenweg. Er informiert über Objekte des Sonnensystems. Es sind 11 Informationstafeln aufgestellt. Der Rundgang geht über ca. 3 Kilometer rund um das Observatorium Ludwigshöhe. 1 Meter sind 1 Million Kilometer im Sonnensystem. Der Weg beginnt an der Sternwarte. Hier sind die ersten 2 Informationstafeln, die Übersichtskarte und die Sonne. Weiter geht es dann mit Merkur, Venus, Erde, Mars, Asteroiden und Kometen, Jupiter, Saturn, Erforschung des Sonnensystems und die letzte Tafel informiert über Uranus, Neptun und Kuipergürtel. Der Planetenweg wurde anlässlich der 40-Jahr-Feier am 23. Mai 2009 eröffnet. Der Verein hat ca. 150 Mitglieder. Sie teilen sich in 2 Gruppen, die Aktiven und die Fördernden. Der Verein bietet Seminare, Leseabende, Buchbesprechung und weitere Aktionen an. Die ständige Ausstellung beschäftigt sich mit dem Thema Raumfahrt und Astronomie. Vorträge informieren über die Astronomie und Experten können hier jede Frage beantworten. Die Ausstellung Raketen zeigt alles rund um die Raumfahrt. Hier geht es vorwiegend um die europäische Raumfahrt. Es sind Modelle von Raumsonden, Satelliten und der ISS, wie sie einmal aussehen soll. Das Modell wurde von Peter Lutz gefertigt. Das Sonnensystem ist im Maßstab 1:1 Milliarde dargestellt. Außerdem können auf den Sternkarten weitere Informationen über die Sterne angesehen werden. Einige bekannte Sternbilder sind in 3 D.


Vivarium, Tierpark und Zoo

Vasa-Papageien, Riesensalamander, Luchse, Kamele, Lungenfische und viele weitere Tiere leben im Vivarium. Es ist der Tiergarten von Darmstadt. Mittlerweile beherbergt das Vivarium 700 Tiere aus mehr als 150 Tierarten. Die meisten stammen aus fernen Ländern wie zum Beispiel Australien, Madagaskar und Neuguinea. Führungen mit fachkundigem Personal werden angeboten. Das Gelände hat eine Größe von ca. 4 Hektar. Die Kinderlieblinge in dem Tierpark sind unter anderem die afrikanische Zwergziege, die Totenkopfäffchen und die Nasenbären. Der Zoo hat auch bedrohte Tierarten, wie zum Beispiel den Mönchsgeier, die Riesenschildkröte und den Vasa-Papagei. Im Jahre 2010 wurde das Schildkrötenhaus für die Seychellen Riesenschildkröten eingeweiht. Das Vivarium hat eine Aquarien- und Terrariumhalle. Das Gebäude gibt dem Tierpark den Namen. Hier sind Giftschlangen, Würgeschlangen, Skinke, Varane, Echsen, Frösche, Insekten und Vogelspinnen in Terrarien. In Aquarien befinden sich Wasserschildkröten, Krallenfrösche, Garnelen, Piranhas und verschiedene bunte Fische. Der Förderverein ist die Kaupiana. Mitglieder haben kostenlosen Eintritt in den Park und können verschiedene Angebote nutzen. Der Förderverein wird von verschiedenen Institutionen und Firmen gesponsert. Vorsitzender ist Roman Scheidel und Geschäftsführer ist Erwin Hammal. Im Tierpark leben die unterschiedlichsten Säugetiere, Vögel und Reptilien. Er wurde 1965 eröffnet und sollte den Schülern als Schulaquarium dienen. Im Laufe der Jahre ist er immer weiter ausgebaut worden, so dass ein richtiger Zoo entstanden ist. Er hat sehr viele Zuchterfolge zu verzeichnen. Auch Tiere, die in Gefangenschaft kaum Nachwuchs bekommen, konnten hier eine Familie gründen. Auf dem Gelände befindet sich ein Spielplatz und ein Restaurant mit Terrasse. Die Tiere können gefüttert und teilweise auch gestreichelt werden.


Eisenbahnmuseum

In Darmstadt Kranichstein befindet sich das Eisenbahnmuseum. Hier zischt, dampft und dröhnt es. Wenn der Heizer Kohle in den Kessel der Lok wirft, sprüht es rote Funken. Das Bahnbetriebswerk ist 1898 erbaut worden. Der halbkreisförmige Schuppen mit der Drehscheibe in der Mitte ist noch heute erhalten. Ebenfalls sind noch Gleise, Wasser- und Kohlekräne aus der Dampflok-Zeit zu sehen. Die Mitglieder des Vereins kümmern sich um die Ausstellungsstücke und pflegen sie. Auch sind manche Stücke manchmal reparaturbedürftig. Auch hierum kümmern sich die Mitglieder. Einige Objekte sind über 100 Jahre alt. Gut erhalten sind hier ca. 40 Lokomotiven und viele Waggons. Es werden Führungen angeboten. Experten beantworten hier fast jede Frage. An manchen Tagen kann der Besucher erleben, wie die Loks angeheizt und in Fahrt gesetzt werden. Im Jahre 2010 feierte das Museum 175 Jahre Eisenbahngeschichte in Deutschland. Im Eisenbahnmuseum arbeiten fast nur ehrenamtliche Mitarbeiter. Das Museum besteht schon über 30 Jahre und wird von dem gemeinnützigen Verein betrieben. Es besteht eine interessante Sammlung. Hier stehen Dampfloks, Dieselloks, E-Loks und Triebwagen. Daneben sind Klein- und Nebenfahrzeuge zu sehen, wie zum Beispiel Gabelstapler, Gleisbaumaschine, Zweiwegefahrzeug, Jungtraktor und Motordraisine. Eine besondere Abteilung beschäftigt sich mit den Fahrkarten in Deutschland. Die Abteilung ist im Jahre 2001 eröffnet worden. Hier liegt der Schwerpunkt auf edmondsonsche Fahrkarten. Erfinder dieser Fahrkarten war Thomas Edmondson. Zu sehen sind auch Fahrkartendruckmaschinen und Fahrkartenautomaten. Eine große Modellbahn wurde hier auch aufgebaut. Das Gelände ist bedingt für Behinderte zugänglich. Das Cafe und die Ausstellungsräume sind aber überwiegend ebenerdig.


Burg Frankenstein

Nur wenige Kilometer von Darmstadt liegt die sagenumwobene Burg Frankenstein. Sie ist seit einigen Jahren Namensgeber für Mary Shelleys bekanntes Buch „Frankenstein oder der moderne Prometheus“ welches aus mehrfach verfilmt wurde. Eine Verbindung zwischen Mary Shelleys und der Burg wird jedoch angezweifelt. Frankenstein befindet sich in 370 m Höhe auf einem Ausläufer des Langenbergs. Das erste Mal wurde die Anlage im Jahre 1252 in einer Urkunde von Konrad II. Reiz von Breuberg erwähnt. Allerdings geht aus der Urkunde hervor, dass sie bereits stand und auch schon genutzt wurde. Daher ist der genaue Zeitpunkt des Baus unbekannt. Die Burg wurde niemals belagert. Aufgrund einer Spaltung des Frankensteiner Geschlechts in zwei Linien im 14. Jahrhundert, wurde die Burg zu klein. Es kam immer wieder zu Streitigkeiten und so wurde sie um eine Vorburg massiv erweitert und modernisiert. Im 16. Jahrhundert baute man durch eine offenkundig gute wirtschaftliche Lage der Herrschaft rege. In dieser Zeit erreichte sie die auch heute noch vorhandenen Ausmaße. Allerdings verschärften sich im Zuge dessen auch die Konflikte innerhalb der Sippe. Die Hausherren zogen sich immer mehr zurück und somit stand die Burg bald leer und drohte zu verfallen. Im 18. Jahrhundert diente sie als Invalidenhaus und Zufluchtsort während der Eroberungskriege Ludwigs XIV. In der nachfolgenden Zeit kamen Gerüchte über Schätze auf, erhebliche Zerstörungen waren die Folge. Man riss der vermeintlichen Schätze wegen Mauern und Kellerdecken ein. Die Ehefrau des ehemaligen Burgverwalters zerstörte durch Geldgier die Anlage vollkommen. So verkaufte sie das komplette Inventar, das Blei von den Dächern, Ziegel und Holztreppen. Bauern nutzten Frankenstein als billigen Steinbruch bis kaum ein Stein mehr auf dem anderen lag. Großherzog Ludwig III. restaurierte die Burg Mitte des 19. Jahrhundert teilweise im Sinne der damaligen Burgenromantik. Im 20. Jahrhundert wurde Burg Frankenstein zunehmend zum Ausflugsziel. Seit den 70er Jahren veranstaltet man hier regelmäßig an drei Wochenenden im Oktober zu Halloween auf der Burg eines der größten Halloweenfeste Deutschlands. Vermutlich hängt das mit den damals in der Nähe stationierten US-Amerikanern. Zahlreiche Schauspieler und Special-Effects sorgen für die richtige Atmosphäre. Aufgrund des großen Besucherandrangs werden die Zufahrtswege zur Burg gesperrt und Bustransfers eingerichtet.


Kulturzentrum Centralstation, Prinz-Emil-Schlösschen, Kikeriki-Kindertheater

Mitten in der Innenstadt befindet sich das ehemalige Straßenbahndepot. Heute ist hier das Kulturzentrum Centralstation untergebracht. Gerade für die Kleinen wird in den letzten Jahren Kultur ganz gross geschrieben und immer mehr Aktionen werden angeboten. Daher finden auch im Kulturzentrum Konzerte und Lesungen für Kinder statt. Kindertheaterstücke finden auch im Stadttheater Darmstadt statt. Der Prinz-Emil-Garten liegt an der Heidelberger Straße im Stadtteil Bessungen. In den Räumen des ehemaligen Schlösschens finden Puppen-, Clowns- oder Kindertheater statt. Aber auch Kinderkino und Opern für Kinder kann man hier sehen. In den Herbstferien wird ein Puppenspiel-Festival organisiert. Der Rasen im Garten darf betreten werden und eine Minigolfanlage lädt zum Spielen ein. Das Schlösschen wurde im Jahr 1772 erbaut. Der Teich wurde 1945 zugeschüttet. 1989 wurde er wieder rekonstruiert. Neben dem Park ist das Kulturcafe an der Herrmannstraße. Hier bekommt der Gast Müsli, Salate und Kuchen. Für die Kinder ist eine Spielecke eingerichtet. Das Cafe ist montags geschlossen. Das Kikeriki-Kindertheater ist weit über die Stadtgrenze hinaus bekannt. Es liegt in der Bessunger Straße in Darmstadt. Mit seinen lustigen Spielpuppen ist es für Kinder fantastisch und begeistert sie immer wieder aufs Neue. Die Termine für alle Veranstaltungen, die für Kinder geeignet sind, erfahren die Kinder aus dem Magazin „Lakritz“. Es ist kostenlos beim Verkehrsverein zu bekommen. Hier sind die Termine für die Kinderfilme im Helia-Kino, Kinderflohmärkte, das Heinerfest, Darmstadts größte Kirmes und vieles mehr verzeichnet. Das Jugendamt gibt die Broschüre „Da mach ich mit“ heraus. Sie dürfte ebenfalls interessant sein und informiert über Kinder- und Jugendtreffs, Kurse und Freizeiten.




Zahlen & Fakten: Stadtname:
Darmstadt

Bundesland:
Hessen

Regierungsbezirk:
Darmstadt

Landkreis:
Kreisfreie Stadt

Höhe:
144 m ü. NN

Fläche:
122,24 km²

Einwohner:
143.332

Autokennzeichen:
DA

Vorwahl:
06151,06150

Gemeinde-
schlüssel:

06 4 11 000



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